Greenery Rainer Becker

Klug und fröhlich. Meine Annäherung an die Trendfarbe Greenery

Ein spannendes Projekt zum Hören eines ganz besonderen Grüntons: Greenery / Grünzeug.

Den Pantone Farbfächer kannte ich bisher nur aus dem Druckbereich. Immer wenn ein frisches, neues Layout meiner Geschäftsausstattung anstand, wurde ich von den Grafikern gefragt, welcher Pantone-Ton es diesmal sein darf. Für einen Malerbetrieb ist das natürlich eine zentrale Frage! Farbe ist für uns Maler ein wichtiges Kommunikationsmittel. Nicht nur an den Wänden – auch auf dem Papier.

Diesmal ging es nicht um meine Visitenkarten und mein Briefpapier. Diesmal ging es ums Hören. Meinen Hörfunkbeitrag zur Pantone Trendfarbe 2017.

Kurz vor einer Veranstaltung im Hamburger Farrow & Ball Showroom, in dem ich den „Farrow & Ball Unterschied“ vorstellen sollte, meldete sich die SWR- Hörfunkredakteurin Claudia Friedrichs bei mir. Sie wollte mich zur Pantone Farbe des Jahres 2017 interviewen. Thema: Greenery aus der Sicht eines Malermeisters. Sehr gerne!

Relevant für Designer, Architekten, Modeschöpfer und mich! ©Pantone.com

Der Termin war – ist es nicht fast immer so? – sehr, sehr kurzfristig angesetzt. Neugierig wie ich bin, habe ich dennoch kurzerhand zugesagt. Glücklicherweise hatte ich schon einiges über die Pantone Farbe des Jahres in der Fachpresse gelesen. Ich war also im Bilde!

Trotzdem habe ich mich vorbereitet. Schließlich werde ich nicht jeden Tag von einem Radiosender zum Interview gebeten. Der Wunsch der Redakteurin war, dass wir praktisch arbeiten. Wie entsteht Greenery? Welche Pigmente sind enthalten? Was sagen die einzelnen Inhaltsstoffe über das Ergebnis Grün aus?

Ich baute das gesamte Setting auf, um einen Farbton nach zu mischen. Verschiedene Basisfarben. Dazu eine Palette, verschiedene Pinsel, Wasser und leere Gefäße. Ach ja, und natürlich einen Fön! Um das Zusammengemischte schnell in ein trockenes Ergebnis zu verwandeln.

„Eine Farbe zu beschreiben, wirkt im ersten Moment banal. Farben mit den Augen verschiedener Menschen zu sehen, die sich fast ein Leben lang damit auf unterschiedlichste Art und Weise beschäftigen, ist unglaublich interessant.“

Ich war sehr gespannt auf das Interview. Am frühen Abend besuchte mich die Redakteurin in meinem Showroom auf dem Fürstenwall in Düsseldorf. Bepackt mit einem großem Mikro, so wie ich es bisher nur aus dem Fernsehen kannte. Nach kurzem Warmplaudern ging es los. Wir wanderten im Showroom von einer Grün-Palette zur nächsten Grün-Palette. Wir schauten uns an, wie das deutsche Grün aussieht. Wir tauschten uns rege über die englischen F&B Grüns aus. Ball Room Green, Yeabridge Green, Breakfast Room Green, Green Smoke und und und. Wir wechselten vom Gedanken- und Ideenaustausch zur praktischen Arbeit und wieder zurück. Ein buntes, ein grünes Treiben!

Welches Grün hätten Sie denn gerne? Farrow & Ball Grüntöne und Greenery.

Alchimistische Annäherung an einen aktuellen Trend

Ich erfuhr, dass außer mir noch Leatrice Eiseman, Psychologin, Farbforscherin und Direktorin des Pantone Farbinstituts in New Jersey und die Architektin Maria Nagy zur Farbe Greenery interviewt werden sollten. Wie findet man die Farbe des Jahres? Wenn Greenery ein Mensch wäre, wie wäre er dann? Wie riecht Greenery? Auch auf solche Fragen sollten Antworten gefunden werden.

So entsteht Greenery in meinem „Labor“ ©Claudia Friedrich 

In meinem spontan aufgebauten Labor hatten wir immer wieder etwas zu lachen. Immer wieder prüften wir die nachgemischten, mittlerweile getrockneten Farbtöne. Und so langsam näherten wir uns dem Farbton Greenery. Wir hatten die Zusammensetzung, die Aussage von Greenery erfasst: Tiefblau, Maisgelb, Schwarz, grüne Umbra. In einem Mischungsverhältnis, das viel Gespür verlangt. Genaue Beobachtung. Oder wie es die Redakteurin beschrieb:

„Genau die Farbe zu treffen, ist eine Kunst. Das verlangt Beobachtung, Talent und Erfahrung.“

Ich hatte Greenery auf meine Weise erkundet. Womit es sonst noch assoziiert wird, das lässt sich im Hörfunkbeitrag von Claudia Friedrich ganz entspannt nachhören. Bitte tief durchatmen und klicken!


Greenery im Hörfunkbeitrag entdecken!


Weitere spannende Links zur Sendung: Hier klicken für Bilder etc.

2 Kommentare

  1. Lieber Rainer,
    Grün war doch immer schon die von Kunden so sehr gescheute Farbe welche besonders daher meist eine zauberhafte Wahl in eine für den Kunden noch unbekannte Welt der Farbe ist. Schöner Bericht. Der Link am Ende des Beitrages zum Hörfunk funktioniert nicht…

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